Ein neuer Tanzboden für den Verein

von Susanne Polek

Der neue Tanzboden ist da!

Von: Vanessa Krieg und Michael Just

Nach fast einem Jahr Wartezeit ist es endlich soweit: Der neue mobile Tanzboden für die Boogie Bären ist da!

Gleich nach dem Boogie Bären Dance Camp (BBDC) 2025 war klar, dass gehandelt werden musste: Unser alter Laminatboden war altersbedingt brüchig geworden. Nach dem Event stellte sich heraus, dass von den ursprünglichen 200 Quadratmetern nur noch rund 170 nutzbar waren – und der Verfall schritt unaufhaltsam voran. Zudem war der Aufbau extrem mühsam: Wir brauchten jedes Mal rund acht Helfer und über fünf Stunden Zeit, um den Boden zu verlegen.

Die Suche nach der perfekten Lösung

Das Problem wurde direkt nach dem BBDC im Hauptausschuss (HAS) diskutiert. Das Ergebnis war eindeutig und einstimmig: Wir brauchen einen neuen Boden. Vanessa und Justy übernahmen federführend die Recherche nach passenden Materialien, Systemen und Anbietern. Sie verglichen verschiedene Tanzteppiche, klassische Parkettlösungen und spezielle mobile Systeme mit unterschiedlichsten Spezifikationen.

Schließlich wurden dem HAS im September 2025 zwölf Angebote von acht verschiedenen Herstellern präsentiert. Das Votum war deutlich: Es sollte eine fertige, mobile Profilösung werden. Um die beste Wahl zu treffen, wurde ein kleines Expertenteam zusammengestellt, das die Angebote im Detail prüfte und auf den Mustern die ersten Probedrehungen absolvierte. Das Team bestand aus Markus Hirschbeck, Maria Manitta, Sabrina Reichherzer, Vanessa Krieg und Michael Just – tatkräftig unterstützt von Dieter Johns und Jens Broos.

Ein Großauftrag für kleine Abnehmer

Am Ende kristallisierte sich ein klarer Favorit heraus: der mobile Tanzboden der Firma Holz-Speckmann. Das Unternehmen ist auf Sportböden spezialisiert und stattet normalerweise eher Stadien ab 1.000 Quadratmetern aus. Doch nach einem überzeugenden Gespräch war der Anbieter bereit, auch uns als kleineren Abnehmer zu beliefern.

Das Angebot bot das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Um maximal flexibel zu sein, wurden auch gleich die passenden Transportwagen und eine professionelle Einweisung durch einen Monteur vor Ort eingeplant. Da alle Angebote die 20.000-Euro-Marke überschritten und damit über dem Entscheidungsbudget von Vorstand und HAS lagen, musste die gesamte Mitgliederversammlung abstimmen. Am 10. Januar 2026 gab diese bei einer außerordentlichen Versammlung mit einer überwältigenden Mehrheit von 84 % grünes Licht für die Anschaffung.

Der Hersteller kam uns zudem mit einem Skonto und gratis Werkzeug sowie Transportsicherungen entgegen. Als Lieferort wurde direkt das BBDC in Landsberg avisiert, um uns einen zusätzlichen Transportweg zu ersparen.

Gute Vorbereitung ist alles

Im Vorfeld besorgten wir alles Nötige für den sicheren Umgang mit dem neuen Schmuckstück. Um das Auf- und Abbauteam optimal zu schützen, wurden Stahlkappenschuhe und Arbeitshandschuhe angeschafft. Auch die erste Reinigungsausstattung wurde besorgt – natürlich streng nach den Empfehlungen des Herstellers, um die Garantie nicht zu gefährden.

Am Nachmittag des 21. Mai 2026 – dem Donnerstag vor Pfingsten – rollte der Tieflader der Spedition am Sportzentrum in Landsberg an. Die Hausmeister vor Ort waren so freundlich, die Lieferung anzunehmen und sie für uns regensicher bis zum Aufbau zu verstauen. Peter Schütz begleitete den gesamten Prozess und passte auf, dass alles ordentlich und unbeschadet abgeladen wurde. Vielen Dank dafür!

Die Feuertaufe beim DanceCamp

Am Freitagnachmittag hatten wir im Sportzentrum bereits einen Großteil der Swingdiele aufgebaut, als der Monteur des Herstellers eintraf. Zusammen mit sieben Helfern ging es ans Auspacken der Pakete. Unter fachkundiger Anleitung wurde der Boden zum ersten Mal verlegt. Das Redaktionsteam hielt alles auf Kamera und Foto fest, damit wir im Nachgang eine detaillierte Aufbauanleitung erstellen können. So ist auch bei einem Verleih in Zukunft immer klar, wie der Boden zu behandeln ist.

Da wir die Elemente zum ersten Mal in den Händen hielten, dauerte das Sortieren anfangs etwas. Die Alukanten der Bodenelemente werden einfach ineinandergehakt und mit einer Feder zusammengeschlossen. Das erfordert eine gewisse Technik, ist nach einer kurzen Erklärung aber kinderleicht. Kraft oder gar Füße kamen dabei natürlich nicht zum Einsatz – die Elemente werden einfach hineingelegt und halten von selbst.

Nach nur etwa zwei Stunden lag der Boden komplett und die Endabnahme war erledigt. Das ist schon jetzt um Welten schneller als beim alten Boden! Wir sind uns sicher: Beim nächsten Mal schaffen wir den Aufbau mit fünf Helfern in 1,5 Stunden.

Einweihung mit Augenzwinkern

Um den Boden gebührend zu feiern, haben wir die Aufbauarbeiten am DanceCamp kurz unterbrochen. Mit Sekt und Orangensaft wurde die Investition willkommen geheißen. Jens (als 1. Vorsitzender), Katrin (als Spartenbeauftragte des BBDC) und Vanessa fanden rührende Worte der Wertschätzung für das gesamte Projekt. Die wohl charmanteste Einweihung übernahm Moni, die Katrin kurzerhand an den Beinen über das neue Parkett zog – das Video dazu gibt es auf unserem BBDC-Instagram-Account zu sehen!

Für die offizielle Präsentation am Freitagabend bekam der Boden eine riesige rote Schleife, die am Samstagmorgen beim Briefing feierlich durchschnitten wurde. Das Feedback der Turnierteilnehmenden und der Trainerprominenz war absolut überwältigend. Das zeigt uns, dass wir genau die richtige Wahl für die Boogie-Bären getroffen haben!

Abbau und das nächste Abenteuer: Die Lagerung

Am Montag nach dem letzten Training stand der erste Abbau ohne professionelle Hilfe an. Wichtig war hierbei, die Elemente so auf den Transportwagen zu stapeln, dass beim nächsten Einsatz problemlos auch eine kleinere Bodenfläche aufgebaut werden kann. Dank des selben eingespielten Teams vom Freitag klappte das hervorragend.

Die Transportwagen passten perfekt auf den angemieteten Transporter, und auch das restliche Mobiliar der Swingdiele fand noch Platz. Dass am Ende wirklich alles hineingepasst hat, verdanken wir dem Organisationstalent unserer Mitglieder Peter („DaBäda“) und Claudia – vorher hatte daran kaum jemand geglaubt! Von Landsberg ging es direkt zurück nach München.

Nach einer langen Suche und unzähligen Anfragen bei Möbelspeditionen, Lagerhallen, Self-Storage-Anbietern, Immobilienfirmen und Aufrufen im Verein haben wir nun auch eine passende Lagermöglichkeit unweit des Vereinsheims gefunden, die voll in unser Budget passt. Dort wartet unser neuer Tanzboden nun sicher und trocken auf seinen nächsten großen Einsatz!

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