Was ist Blues?

Der Blues ist eine vielfältige Familie an Tänzen, die eng mit der Blues-Musik verbunden ist. Sie entstanden vor allem in afroamerikanischen Gemeinschaften in den USA und entwickelten sich über viele Jahrzehnte hinweg parallel zu den unterschiedlichen Stilen des Blues – von langsamem, gefühlvollem Blues bis hin zu rhythmischeren und schnelleren Formen.

Charakteristisch für Blues-Tänze ist ihre enge Verbindung zur Musik. Anders als viele standardisierte Gesellschaftstänze leben sie weniger von festen Figurenfolgen, sondern stärker von Improvisation, Körpergefühl und musikalischem Ausdruck. Getanzt wird sowohl allein als auch im Paar, häufig in enger oder entspannter Tanzhaltung. Die Bewegungen können weich, erdig, ruhig und fließend sein, sowie rhythmisch, verspielt und kraftvoll.

In der heutigen Tanz-Community am bekanntesten sind viele Blues Idiom Dances, also regionale und historisch gewachsene Tanzstile, die jeweils zu bestimmten Blues-Musikrichtungen passen – meist zwischen dem frühen Delta Blues und dem Rhythm'n'Blues ab den 40er Jahren. Dazu gehören beispielsweise

  • Slow Drag,
  • Struttin’,
  • Texas Shuffle,
  • Juke Joint Blues/Jookin' oder
  • Ballroomin’.

Jeder dieser Stile bringt eigene Bewegungsqualitäten, Haltungen und Rhythmen mit.

Beim Paartanz steht besonders die Kommunikation zwischen den Tanzenden im Vordergrund. Führung und Folgen entstehen oft über feine Gewichtsverlagerungen, Körperbewegungen und ein sensibles Zusammenspiel mit der Musik.